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Curated by: Christian (8 videos)
Die Standortkennung im Notrufsystem 73 übermittelte den Ort als vierstellige Impulsfolge – bevor am Abfrageplatz ein Wort gesprochen wurde. Das Notrufsystem 73 der Deutschen Bundespost übertrug die Standortkennung eines Notrufmelders über dieselbe Zweidrahtleitung wie Rufnummer und Gespräch. Ein mechanisches Federwerk erzeugte Wählimpulse; eine Notrufmeldeübertragung erkannte zwölf Kennimpulse und leitete anschließend die vierstellige Kennung zum Abfrageplatz von Polizei oder Feuerwehr weiter. Die Dokumentation folgt dem Weg vom Münzfernsprecher über Festverbindung, Standortanzeige und Leitungsüberwachung bis zu den Grenzen zwischen Fernsprechortsnetz und Verwaltungsbezirk. Rund 30.000 Fernsprechhäuschen waren mit Notrufmeldern ausgerüstet; für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen kam das Notruftelefon 80 hinzu. Das 1973 festgelegte analoge Verfahren blieb bis zur bundesweiten Umstellung der Abfrageeinrichtungen auf Euro-ISDN Anfang 1998 in Betrieb. ── Kapitel ── 00:00 Standortkennung: Vier Ziffern, die niemand gewählt hat 01:54 Notrufsystem 73 und der Notruf ohne Ortsangabe 05:41 Notrufmelder: Vierzehn Sekunden im Münzfernsprecher 09:11 Notrufmeldeübertragung: Warum zwölf Impulse zählten 14:23 Wählimpulse, Festverbindung und Sprachband 20:34 Leitungsüberwachung, Fangen und Abfragestelle 26:08 Notruftelefon 80 an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen 31:55 Euro-ISDN: Das Ende der analogen Standortkennung ── Quellen und Bildnachweise ── Dokumentierte Grundlagen: Konzept des Notrufsystems 73 vom 20. September 1973; 16. Änderung der Fernmeldeordnung zum 1. April 1981; FTZ-Richtlinie für Abfrageeinrichtungen, Stand März 1984; Antwort der Bundesregierung zum Notruftelefon 80 sowie zeitgenössische Betriebs- und Bestandsberichte. Die bekannten Autobahn-Notrufsäulen gehörten nicht zum Notrufsystem 73. Sie arbeiteten in einem eigenen Netz der Straßenbauverwaltung und werden deshalb technisch und organisatorisch getrennt behandelt. Technische Werte und historische Bestandszahlen werden ausschließlich in ihrem dokumentierten System- und Zeitkontext verwendet. Dieser Film ist ein historischer Technikbericht und keine Anleitung zum Eingriff in Fernmelde- oder Notrufanlagen. Alle Quellen, Bildnachweise, Urheberangaben und Lizenzen: https://drive.google.com/file/d/1a5yal0PCrbz75MFte6lrYETqZGGnXb3Z/view BILDRECHTE UND KONTAKT Die verwendeten Abbildungen wurden nach bestem Wissen geprüft. Sind Sie Rechteinhaber und haben Fragen zur Nutzung, wenden Sie sich bitte an: simonerdmann92@gmail.com Ein berechtigter Hinweis wird umgehend geprüft; betroffenes Material wird bei Bedarf entfernt oder ersetzt.